Die einfache Formel

Der jährliche Strombedarf lässt sich überschlägig berechnen, indem der benötigte Wärmeertrag durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) geteilt wird. Benötigt ein Gebäude beispielsweise 15.000 kWh Wärme im Jahr und erreicht die Wärmepumpe eine JAZ von 3,5, ergibt sich ein rechnerischer Strombedarf von rund 4.286 kWh.

Was bedeutet die Jahresarbeitszahl?

Die JAZ beschreibt das Verhältnis zwischen abgegebener Wärme und eingesetzter elektrischer Energie über einen längeren Zeitraum. Eine höhere JAZ bedeutet, dass für dieselbe Wärmemenge weniger Strom benötigt wird. Sie hängt unter anderem von Wärmequelle, Vorlauftemperatur, Heizflächen, Gebäude und Anlagenbetrieb ab.

Woher bekomme ich den Wärmebedarf?

Für eine grobe Bestandsabschätzung können historische Verbräuche Hinweise liefern. Für die konkrete Dimensionierung einer neuen Wärmepumpe sollte jedoch eine fachgerechte Heizlast- und Systembetrachtung erfolgen. Der bisherige Brennstoffverbrauch ist nicht eins zu eins mit dem tatsächlichen Wärmebedarf gleichzusetzen.

Beispielrechnung

Bei 20.000 kWh jährlichem Wärmebedarf ergibt eine JAZ von 3,0 rund 6.667 kWh Strombedarf. Bei JAZ 4,0 wären es dagegen rund 5.000 kWh. Das zeigt, wie stark Systemtemperaturen und reale Effizienz die Betriebskosten beeinflussen können.

Wie viel davon kann Photovoltaik liefern?

Photovoltaik kann einen Teil des Wärmepumpenstroms decken. Der größte Heizbedarf fällt allerdings in die Monate mit geringerem Solarertrag. Deshalb sollte der PV-Anteil nicht aus Jahreswerten allein abgeleitet werden. Tageszeit und Saison sind entscheidend.

Mit eigenen Werten rechnen →

Quelle zur Rechenmethode

co2online: Stromverbrauch von Wärmepumpen berechnen →