PV-Erzeugung und Wärmepumpenstrom über das Jahr gegenüberstellen
Die Monatsprofile sind bewusst sichtbar und vereinfacht. Sie zeigen die saisonale Größenordnung, nicht den tatsächlichen stündlichen Eigenverbrauch. Innerhalb eines Monats kann Solarstrom nur dann direkt genutzt werden, wenn Erzeugung und Betrieb zeitlich zusammenfallen.
| Monat | WP-Strom Modell | PV Modell |
|---|---|---|
| Jan | 823 kWh | 200 kWh |
| Feb | 720 kWh | 400 kWh |
| Mär | 566 kWh | 800 kWh |
| Apr | 411 kWh | 1.100 kWh |
| Mai | 206 kWh | 1.300 kWh |
| Jun | 103 kWh | 1.400 kWh |
| Jul | 51 kWh | 1.400 kWh |
| Aug | 51 kWh | 1.200 kWh |
| Sep | 154 kWh | 900 kWh |
| Okt | 411 kWh | 600 kWh |
| Nov | 720 kWh | 400 kWh |
| Dez | 926 kWh | 300 kWh |
Modellprofile: PV-Anteil Jan–Dez = 2 / 4 / 8 / 11 / 13 / 14 / 14 / 12 / 9 / 6 / 4 / 3 %. Wärmebedarf Jan–Dez = 16 / 14 / 11 / 8 / 4 / 2 / 1 / 1 / 3 / 8 / 14 / 18 %. Die JAZ wird zur Vereinfachung über alle Monate konstant angesetzt. Die „Überschneidungs-Obergrenze“ ist nur min(PV, WP-Strom) pro Monat – stündlich nutzbarer PV-Strom ist in der Praxis niedriger. Speicher, Warmwassersteuerung und HEMS werden hier nicht automatisch als Vorteil eingerechnet.
Jahresertrag und Eigenverbrauch sind zwei verschiedene Fragen
Eine PV-Anlage kann über das gesamte Jahr mehr Strom erzeugen als eine Wärmepumpe verbraucht. Trotzdem entsteht im Winter Netzbezug, weil die Erzeugung zeitlich nicht zum Wärmebedarf passt. Deshalb sollte eine Kombination nicht mit einer reinen Jahresdivision bewertet werden.
HEMS kann verschieben, aber keine Jahreszeiten verschieben
Warmwasserbereitung, Pufferspeicher und Energiemanagement können Verbrauch innerhalb eines Tages oder begrenzt zwischen Stunden verschieben. Sie können den niedrigen Solarertrag im Winter jedoch nicht durch Sommerüberschüsse ersetzen.
Für die Planung weiterrechnen
Nach der saisonalen Einordnung sollten Wärmepumpenstrom, PV-Größe, Stromtarif und gegebenenfalls Speicher separat mit den eigenen Hausdaten geprüft werden.