Kerndaten gegenübergestellt
| Kriterium | Huawei SUN2000 MAP0 | SMA Sunny Tripower Smart Energy |
|---|---|---|
| AC-Leistung | 5 / 6 / 8 / 10 / 12 kW | 5 / 6 / 8 / 10 kW |
| Empfohlene / max. PV-Leistung | 9 / 11 / 14,6 / 18 / 22 kWp | 7,5 / 9 / 12 / 15 kWp max. Generatorleistung |
| MPP-Tracker | 2 · je 1 Eingang | 2 · bei 10 kW zweiter MPPT mit 2 Strings |
| PV-Strom | 16 A je MPPT · 22 A Isc | 12,5 A je Eingang; 10-kW-Modell B bis 25 A · Isc 20/40 A |
| Max. DC-Spannung | 1.100 V | 1.000 V |
| Batteriepfad | LUNA2000 S0/S1 · 600–980 V | freigegebene Lithium-Ionen-HV-Systeme · 150–600 V |
| Backup | SmartGuard-63A-T0 als Systemkomponente | integrierte Ersatzstromfunktion · konkrete Systemauslegung beachten |
| Moduloptimierung | optional SUN2000-450W-P2 / 600W-P | klassische Stringarchitektur ohne verpflichtende Moduloptimierer |
| Energiemanagement | FusionSolar | SMA Home Energy / Sunny Home Manager |
| Systemcharakter | eng integriertes Huawei-Ökosystem | SMA-Hybridplattform mit freigegebenen Speicheroptionen |
Huawei SUN2000 MAP0 passt eher, wenn …
- LUNA2000-S1, SmartGuard und FusionSolar ohnehin als gemeinsame Plattform geplant werden.
- 16-A-MPPT-Eingänge oder die zusätzliche 12-kW-Leistungsklasse zur PV-Auslegung passen.
- Huawei-Moduloptimierer für bestimmte Dachbereiche oder modulweises Monitoring Teil des Konzepts sind.
SMA Sunny Tripower Smart Energy passt eher, wenn …
- SMA Home Energy, Sunny Home Manager oder bestehende SMA-Komponenten weiter genutzt werden sollen.
- eine integrierte Ersatzstromfunktion innerhalb der Smart-Energy-Plattform bevorzugt wird.
- eine freigegebene Speicheroption außerhalb einer ausschließlich Huawei-gebundenen Batterieplattform relevant ist.
Einordnung statt pauschalem Testsieger
MAP0 und Smart Energy liegen im gleichen Eigenheim-Segment, unterscheiden sich aber stärker bei der Systemarchitektur als es die kW-Zahl vermuten lässt. Huawei bietet mit MAP0, LUNA, SmartGuard, Optimierern und FusionSolar eine sehr geschlossene Plattform und zusätzlich eine 12-kW-Klasse. SMA Smart Energy setzt auf seine eigene Home-Energy-Integration, einen anderen Batterie-Spannungsbereich und die integrierte Ersatzstromfunktion. Vor der Entscheidung gehören deshalb Stringstrom, Speicherfreigabe, Backup-Konzept und bereits vorhandene Systemkomponenten in dieselbe Angebotsprüfung.