1. Ausgangszustand dokumentieren

Baujahr, Wohnfläche, Dachzustand, Fenster, Außenwandaufbau, Keller- beziehungsweise Geschossdecken, Heizflächen, aktuelle Vorlauftemperaturen und reale Energieverbräuche bilden die gemeinsame Datenbasis. Ohne diese Ebene werden Einzelangebote schnell miteinander verglichen, obwohl sie unterschiedliche Probleme lösen.

2. iSFP kann Maßnahmen in eine Reihenfolge bringen

Ein individueller Sanierungsfahrplan kann mehrere Sanierungsschritte zeitlich und technisch ordnen. Die Förderung der Energieberatung und der spätere iSFP-Bonus sind dabei getrennte Mechanismen. Seit 21.07.2026gilt außerdem eine neue Bonuslogik, die nicht als pauschale 20-%-Förderung auf alle Kosten verstanden werden darf.

iSFP & Energieberatung 2026 verstehen →

3. Gebäudehülle beeinflusst die spätere Heizung

Fenster, Dach, Fassade und Dämmung können den Wärmebedarf und notwendige Heizleistung verändern. Deshalb sollte eine ohnehin geplante Hüllensanierung vor der endgültigen Dimensionierung einer neuen Heizung berücksichtigt werden.

Gebäudehülle-Förderung 2026 → · Fenster 2026 → · Dämmung 2026 → · Fassade → · Dachdämmung → · Kellerdecke → · U-Wert Förder-Schwellencheck → · Bauteil-Wärmeverlust rechnen →

4. Heizung nach dem realistischen Endzustand auslegen

Für eine Wärmepumpe sind nicht nur Quadratmeter und Baujahr relevant. Heizlast, Heizflächen und erforderliche Vorlauftemperatur sind die wichtigeren Planungsgrößen. Wenn die Gebäudehülle noch wesentlich verändert wird, sollte dieser Endzustand in die Auslegung einfließen.

5. Dach und Photovoltaik gemeinsam terminieren

Eine PV-Anlage sollte nicht auf ein Dach gesetzt werden, dessen grundlegende Sanierung kurz bevorsteht. Gerüst, Dachhaut, Befestigung und spätere Demontagekosten gehören in dieselbe Entscheidung. Eine ohnehin nötige Dacharbeit kann außerdem die Reihenfolge energetischer Maßnahmen verändern.

Dachdämmung 2026 → · Dachsanierung vor PV planen →

6. Förderung vor dem förderschädlichen Start klären

Förderfähigkeit, Antragstellung und technische Planung müssen vor verbindlicher Ausführung zusammenpassen. Für Gebäudehüllen-Maßnahmen ist nach dem aktuell hinterlegten BEG-EM-Stand ein Energieeffizienz-Experte einzubinden; der Förderantrag ist grundsätzlich vor einem förderschädlichen Vorhabenbeginn zu stellen.

iSFP-/BEG-Förderung modellieren →

7. Erst vergleichbare Angebote beauftragen

Bei einer Sanierung treffen häufig mehrere Gewerke aufeinander. Deshalb sollten Gerüst, Elektroarbeiten, Durchbrüche, Wiederherstellung, Planung, hydraulische Arbeiten und Dokumentation nicht stillschweigend zwischen Angeboten fehlen. Erst ein vereinheitlichter Leistungsumfang macht Preise vergleichbar.